# Das Bewerbungsgespräch – gute Vorbereitung ist das A und O

Die letzte Woche war etwas turbulent – aber diese Woche soll es dafür umso ausführlicher um das Bewerbungsgespräch gehen.

Heute zunächst um die Vorbereitung.

Vorab herzlichen Glückwunsch: Du hast das Screening deiner Unterlagen durch die HR-Abteilung ‚überlebt‘ und eventuell auch ein erstes Telefoninterview.

Um dich ideal vorzubereiten bedarf es schon ein wenig Zeit, denn es kommen einige Fragen zusammen.

  • Infos zum Unternehmen:
    Was ist die Kernkompetenz, das Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens
    Daten und Fakten: Gründung, Mitarbeiterzahl, Vorstand & Geschäftsführer, Unternehmensstruktur, Standorte, Ausrichtung (international?), Partner & Referenzen, Entwicklung
    Abteilungsbezogene Infos wie: Leitung und Kollegen, Größe, Aufgaben, Position innerhalb des Unternehmens
    Informier dich gut über deine Gesprächspartner (XING, Unternehmenshomepage)

Überleg dir Fragen, die du durch deine Recherche auf der Homepage und anderen Portalen nicht beantworten konntest

  • Infos zur Aufgabe:
    Lies dir die Stellenausschreibung durch, hier findest du zumindest die Kernaufgaben
    Überleg dir Schnittstellen zu anderen Abteilungen, die deine Position mit sich bringen
    Was bringst du für diese Aufgabe mit
    Was ist der Mehrwert für das Unternehmen, dich für diese Aufgabe einzustellen
    Gibt es auch etwas, das du noch lernen musst (Potentiale/Weiterentwicklung)
    Welche Softskills brauchst du, um in dieser Position erfolgreich zu sein

Überleg dir auch hier wieder Fragen, die beim Nachdenken über die Position entstanden sind

  • Rahmenbedingungen
    Frag nach dem Arbeitsalltag

Bei Gehaltsfragen und weiteren Vertragsfragen solltest du lieber den HR-ler oder deine anderen Gesprächspartner sprechen lassen, dir aber vorher Gedanken darüber machen, überleg dir auch ab wann du einsatzbereit bist – inkl. Umzug, Urlaub, …

  • Vorbereitung gestellter Aufgaben
    Falls du eine Aufgabe gestellt bekommen hast, die du beim Gespräch vorstellen musst, musst du die natürlich ebenfalls vorbereiten (Fachvortrag, Selbstpräsentation, Akquisegespräch, etc.)
    Nimm dir genug Zeit und überleg dir die bestmögliche Art der Präsentation
    Welche Mittel stehen dir dafür vor Ort zur Verfügung (unbedingt nachfragen)
    Sicher deine Dateien und nimm den Stick auch mit 😉
    Bereite evtl. Handouts vor
    Trag deine Präsentation vor – das bringt Routine in den Vortrag und deine Zuhörer können Fragen stellen sowie Verbesserungsvorschläge geben
  • Anreise:
    Plan genug Anreisezeit ein (egal ob mit Bahn, Auto oder Flugzeug)
    Notier dir Straße, Ansprechpartner und eine Telefonnummer
    Lad dein Handy auf, falls du dich verirrt hast oder doch (bitte nicht) verspätet ankommst
  • Outfit:
    Informier dich über die Unternehmenskultur deines potentiellen Arbeitgebers. Bei Konzernen, Beratungen und Dienstleistern würde ich immer das sehr klassische Outfit empfehlen; Start-Ups hingegen sehen das oft nicht so eng. Outfitvorschläge und mögliche Kombinationen findest du als Inspirationsquelle in vielen Online-Shops: zalando oder bspw. stylefruits
  • Tasche packen
    Nimm auf jeden Fall was zu schreiben mit (Kulli, kleiner Block oder Kalender)
    Stellenausschreibung sowie Bewerbungsunterlagen in ausgedruckter Form
    Wegbeschreibung und Adresse sowie Kontaktdaten des Ansprechpartners
    Eventuell eine kleine Flasche Wasser oder ein Bonbon
    Kosmetik (Labello, Handcreme, kleiner Spiegel, evtl. Bürste) – ja auch Männer haben trockene Hände 😉
    Taschentücher

Generell ist die ausgiebige Recherche im Netz zu empfehlen. Viele Unternehmen legen großen Wert auf ihre Außenwirkung und bemühen sich neben den klassischen Infos auch viel über die Unternehmenskultur und Mitarbeiter preiszugeben.

Darüber hinaus können natürlich auch Bewertungsportale wie kununu oder glassdoor genutzt werden, um bspw. klassische Fragen an den Bewerber herauszufinden oder die Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen zu checken.
Lass dich davon nicht zu sehr beeinflussen, falls es hier zu vermehrt negativen Äußerungen kommt. Lieber selbst ein Bild machen. Ich spreche aus eigener Erfahrung. 🙂

Nun müsstest du gut vorbereitet sein und kannst hoffentlich die Nacht vor dem Gespräch gut schlafen.
Einfacher gesagt als getan: Nicht verrückt machen und viel Erfolg!

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